Büttgener Ensemble gab Geburtstagskonzert |
BÜTTGEN (mog) Die Alte Kirche in Büttgen war Schauplatz einer Geburtstagsfeier, „die eigentlich nie stattfinden sollte“. So begrüßte Oswald-Ensemble-Mitglied Thomas Willems das Neujahrskonzert-Publikum. Denn dass die Formation zehn Jahre bestehen sollte, war nicht geplant. Trotzdem hatte das „Geburtstagskonzert“ so viele Gäste angelockt, dass die Kirche mit zusätzlichen Stühlen bestückt werden musste. |
In seiner kurzweilig gehaltenen Moderation ging Willems auch auf die Enststehungsgeschichte ein: „Der Arbeitskreis Mundart suchte einen Chor, der ‚Platte Leeder‘ singen sollte. Da es so etwas nicht gab, gründeten wir das Oswald-Ensemble.“ Namensgeber ist Oswald Schmitz, außerhalb des Chorgeschehens vor allem durch sein exzellentes Akkordeonspiel bekannt. Gemeinsam mit Fritz Kemsat, dem zum Geburtstagskonzert die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde, gab Schmitz unter anderem mit dem Pilgerchor aus Richard Wagners „Tannhäuser“ eine beeindruckende Hörprobe seines Könnens. Auch die mehrfachen Preisträgerinnen Irina Lazarewa am Piano und Alexandra Grot, Querflöte, unterstrichen mit „Vocalise“ von Sergei Rachmaninov den hohen Standard dieser musikalischen Darbietung. |
Mittelpunkt aber war der Chor, der unter der Leitung von Oswald Schmitz mit Anja Awolin, Mary Büter, Steffi Ihme, Margit Lessmann, Gisela Seidel, Rainer Derichs, Rolf Guillery, Siegfried Hämel, Michael Rademacher und Thomas Willems auf elf Mitglieder angewachsen ist. Dabei überzeugten die Oswald-Ensemble-Mitglieder mit klangschöner Intensität und trugen homogen sowie einfühlsam vor. Lieder wie „Ave Maria no morro“, All night, all day“ oder „Vatter em Hemmel“ erhielten zu Recht besonders viel Applaus. |
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NGZ vom 06.01.2010 |